Nachfolgend beschreibe ich die Entstehung der 2. und hoffentlich in Optik und Quallität besseren Karosserievariante.
18.Dezember 2003
Für den 2.Versuch hab ich mir eine Revell-Karosse besorgt, die ich gern per 3D-Scan digitalisieren lassen möchte um dann wie in der oberen Darstellung beliebige Längs- und querschnitte in 10mm Abständen zu erhalten, die ich wiederum auf M1:3 "hochrastern" kann. Von dem so erstellten Rumpf erhoffe ich mir eine viel höhere Detailtreue. Laminiert wird dann im Negativabdruck für ein optimales Finish.
12.Februar 2004
Die grossen Töne bezüglich 3D scannen muss ich zurücknehmen, da mir das industrielle Reverse Engineering Verfahren einfach mal zu teuer war. So hab ich mich entschlossen die Karosse manuell zu vermessen. Zum Einsatz kamen ein antiquierter Konstruktionszeichentisch, ein paar Bretter mit Winkeln, eine gehärtete Stricknadel und ein Laserpointer für die Datenprojektion. Entscheidend für diese Art der Vermessung ist zum einen die präzise Positionierung der Karosse zum umgebauten Zeichenkopf des Reißbrettes, sowie die exakte Fixierung des Milimeterpapieres. Alle übertragenen Messpunkte beziehen sich immer auf 2 festgelegte Ebenen: die Basis und die jeweilige Mitte in Längs - und Querrichtung. Vorteil eines Zeichenkopfes ist, die freie Beweglichkeit bei der er Nehmer und Geber immer im gleichen Winkel zueinander und in der Ebene hält. Ein Hilfsraster ist vor der Vermessung noch auf die Karosse übertragen worden, was die Orientierung erleichtern sollte. Ergebnis sind 21 quer - und 7 Längsschnitte in guter Qualität.
02.März 2004
Ein schreckliches Foto - sorry - aber mit etwas Mühe erkennt man das mit einem Zwischenmaßstab von 8,125:1 erstellte Millimeterpapier per AutoCad. Beim Übereinanderlegen aller Schnitte werden Bezüge an den einzelnen Schnittstellen gut sichtbar und sind zugleich ein Indikator für die Vorarbeit der manuellen Vermessung. Mit recht guten Ergebnissen kann ich den Bau der positiv-Form beginnen. Da der Maßstab sich immer auf den Reifen als einzig vorgegebene Größe bezieht und ich mich nunmehr für ein Produkt entschieden hab, stehen folgende Daten des neuen Modells fest: M 1:2,9028571 und eine Fahrzeuglänge von 1,77m.
17.März 2005
Alle Karosseriedaten in Längsrichtung stimmen offensichtlich, bei den Querschnitten habe ich so meine Bedenken. Aus diesem Grund wurde kurzerhand die vorhandene 1:24 Revell Karosse in Scheiben geschnitten, vorher auf eine Basis fixiert und mit Bauschaum gefüllt. Für die Schnitte kam ein spezielles Kreis-Sägeblatt mit superfeinen Zähnen zum Einsatz. Die so entstandenen Querschnitte sind nun problemlos vergrößerbar und exakt.
15. Januar 2009

Die Hinterachse des neuen Models wird hauptsächlich in Aluminium gefertigt. Im Bild zu sehen der Rohbau. Geplant ist die Verwendung eines Winkelgetriebes im Übersetzungsverhältnis 3,5 oder 4:1. Das Gehäuse ist so ausgelegt, dass jederzeit ein Differenzial nachgerüstet werden kann. Die Antriebswelle (15mm) ist demnach 4fach kugelgelagert, für den Triebling kommen Kegelrollenlager zum Einsatz.
05. August 2009 - 2nd try

Die neue Karosse wurde ohne Form gebaut und besteht aus miteinander per Laminat verklebten GFK-Platten (Meterware). Diese Methode erfordert relativ viel Nacharbeit, bringt aber entscheidende Vorteile hinsichtlich Modellunabhängigkeit (COT möglich), sowie Reparaturfreundlichkeit mit sich. Vorbild war ein Ford Taurus aus dem 2005er Cup.